Emil Engel
 Unsere Stärke muß sein: Orientieren statt irritieren                                                  Herbert Wehner 1975                                  
Rolf-Dieter Crois
Emil Engel Der   Sozialdemokrat,   Gewerkschaftler   und   langjährige   Leiter   der   Werner-Bock-Schule   in   Drenke Emil   Engel   ist   tot.   Er   starb   am   Samstag   nach   kurzer   schwerer   Krankheit   im Alter   von   80   Jahren. Engel,   der   mehr   als   60   Jahre   Parteimitglied   war,   hatte   die   Politik   der   SPD   in   Beverungen   und   im Kreis wesentlich mitgeprägt. Zeit   seines   Lebens   hatter   er   sich   beruflich,   politisch,   hauptamtlich   und   ehrenamtlich   für   die Rechte   und   das   Wohlergehen   der   Arbeitnehmer   eingesetzt.   Ab   1951   auf   gewerkschaftlicher Ebene und seit 1954 als Mitglied der SPD. Bis 2008 war Engel Mitglied im Kreisvorstand. Emil   Engel   wurde   am   20.   Mai   1935   in   Ulm   geboren.   Der   Beruf   hatte   das   Ehepaar   Engel   später   an die   Weser   verschlagen.   So   nahm   er   1963   eine   Stelle   als   pädagogischer   Mitarbeiter   in   der zentralen   Bildungsstätte   der   Gewerkschaft   Textil-   und   Bekleidung   in   Drenke   (Elisenhöhe)   an und   wurde   1971   Leider   im   pädagogischen   und   wirtschaftlichen   Bereich   des   Hauses.   In   dieser Funktion   war   er   auch   Mitglied   des   Hauptvorstandes   seiner   Gewerkschaft.   Eine   Tätigkeit,   die   er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1995 innehatte. Seine   aktive   politische   Mitarbeit   im   Kreistag   Höxter,   die   er   1989   aufnahm,   ging   hingegen weiter.    1994    bis    1999    hatte    er    den    Vorsitz    des    Sozialausschusses    im    Kreistag    inne,    sein Spezialgebiet, das er mit Herz und Verstand ausfüllte. Lange   vor   seiner   Mitgliedschaft   im   Kreistag   engagierte   sich   Emil   Engel   bereits   für   die   SPD   in Beverungen.   Er   wurde   1969   erster   Vorsitzender   des   neu   gegründeten   SPD-Stadtverbandes   und gestaltete   die   Gemeindeneugliederung   politisch   mit.   1970   wurde   er   Mitglied   des   ersten   Rates der   Stadt   Beverungen   nach   der   Gebietsreform.   Engel   übernahm   für   die   Sozialdemokraten   den Fraktionsvorsitz. “Seine Meinung und sein Wort hatten stets Gewicht” Fünf   Jahre   später   trat   der   gelernte   Hutmachermeister   auch   zur   Bürgermeisterwahl   an.   Er   war in   der   konservativ   geprägten   Region   überaus   beliebt:   48   Prozent   der   Stimmen   erhielt   der gebürtige   Schwabe   damals   in   der   Beverunger   Kernstadt   -   das   beste   SPD-Ergebnis   in   Beverungen überhaupt. Bis   zur   Kommunalwahl   1984   blieb   Engel   in   Beverunger   Stadtrat,   zwei   Jahre   vorher   hatte   er   den Fraktionsvorsitz   aufgegeben.   1985   gab   er   dann   auch   den   Vorsitz   des   Stadtverbandes   ab,   doch politisch     untätig     wurde     Engel     noch     lange     nicht.     Die     Meinung     und     das     Wort     des Ehrenvorsitzenden des SPD-Ortsvereins (früher Stadtverband) hatte stets Gewicht. Der obige Artikel erschien am 19.04 in der Neuen Westfälischen. Link zur Trauerrede gehalten von Roger van Heynsbergen
Emil Engel 1935 - 2016
SPD Beverungen